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Forum für falsche Erinnerungen (iatrogen) induzierte falsche Erinnerungen, erfundener Missbrauch, Falschanschuldigungen und Induzierung der Multiplen Persönlichkeitsstörung
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Jenny Doe Admin
Anmeldedatum: 29.11.2006 Beiträge: 6092
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Verfasst am: 21.03.2008, 20:14 Titel: Selbsthilfegruppen "Verlassene Eltern" |
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Die Trauer der verlassenen Eltern
Im Westen, 21.03.2008,
Melanie Bergs
http://www.derwesten.de/nachrichten/2008/3/20/news-31915090/detail.html
Hilden. Ohnmacht, Scham und Schuldgefühle - wenn Kinder plötzlich den Kontakt abbrechen, fallen die Eltern in ein tiefes Loch. Die Frage nach dem Warum lässt sie verzweifeln. In Hilden haben verlassene Eltern eine Selbsthilfegruppe gegründet.
Das Zimmer ihres Sohnes können sie nicht betreten. Auch seine Kinderfotos schauen sie sich nicht mehr an. Es tut zu weh. Genauso weh wie die Erinnerungen, vor denen sie nicht fliehen können. Sie kommen plötzlich einfach hoch und treiben ihnen Tränen in die Augen. „Ich bin nur noch eine Hülle“, sagt Peter Schneider*. „Das Leben läuft komplett an mir vorbei.“ So müssen sich Eltern fühlen, deren Kind gestorben ist. Doch der Sohn von Monika und Peter Schneider ist nicht tot.
Martin lebt mit seiner Freundin nicht weit vom Elternhaus entfernt. Sie wissen, wo er wohnt. Doch sie trauen sich nicht, ihn zu besuchen. „Er würde uns sicher wieder zurückweisen“, sagt Monika Schneider. Seit seinem 18. Lebensjahr hat sich der Sohn von seinen Eltern immer weiter entfernt. Mit 21 zog er aus, meldete sich nur noch selten. Vor einem Jahr kam dann der endgültige Bruch. „Ich will nie mehr etwas mit euch zu tun haben“, hat Martin am Telefon zu seinen Eltern gesagt. Er hat ihnen jeden Kontakt verboten. Keine Besuche, keine Telefonate, keine Post – absolut nichts. Jeden Versuch der Eltern, das Schweigen zu durchbrechen, blockte er radikal ab. Die Tür seiner Wohnung blieb verschlossen, wenn sie klingelten. Ihre Briefe und Pakete schickte er zurück.
Die quälende Suche nach dem Grund
Seitdem quält die Eltern eine Frage: Warum hat Martin mit ihnen gebrochen? „Unser Sohn hat uns das bis heute nicht erklärt“, sagt Peter Schneider. „Diese Ungewissheit frisst uns auf.“ Hinzu kommt das Gefühl, als Eltern versagt zu haben. „Irgendetwas müsst ihr doch falsch gemacht haben“, bekamen die Schneiders von Freunden und Bekannten immer wieder zu hören. Sie schämten sich und machten dicht. Um endlich offen reden zu können, haben Monika und Peter Schneider in Hilden die Selbsthilfegruppe „Verlassene Eltern“ gegründet. Und stellten schnell fest, dass es viele Betroffene gibt.
14 Mütter und Väter treffen sich einmal im Monat. „Es tut unheimlich gut, mit Menschen zu sprechen, die uns verstehen“, sagt Monika Schneider. „Zu erfahren, dass wir nicht alleine sind mit unserem Schicksal.“ Seitdem die Gruppe eine Internetseite hat, bekommen sie zahlreiche Anfragen. Inzwischen gibt es auch zwei Selbsthilfegruppen in Mettmann. Auch in Thüringen und Berlin haben sich verlassene Eltern zusammengeschlossen. Im Oktober treffen sich zum ersten Mal Betroffene aus ganz Deutschland in Berlin.
Langer Prozess der Entfremdung
Die Geschichten der verlassenen Eltern sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich. Da gibt es die Frau, deren Kinder sich nach der Scheidung ganz auf die Seite des Ex-Manns geschlagen haben. Oder das ältere Ehepaar, das den dominanten Schwiegersohn für die Kontaktsperre mit der Tochter verantwortlich macht. Dennoch hat Peter Schneider eine Gemeinsamkeit entdeckt: „Viele betroffene Eltern haben ihre Kinder sehr behütet. Auch wir haben unseren einzigen Sohn vergöttert. Er war der Mittelpunkt unserer Welt.“
So paradox das zunächst klingen mag: Auch zuviel Fürsorge kann ein Grund für den Bruch mit den Eltern sein. „Kinder wollen spätestens ab der Pubertät ihren eigenen Weg finden. Gelingt es ihnen in dieser Zeit nicht, sich Schritt für Schritt von den Eltern zu lösen, kann das dazu führen, dass sie im Erwachsenenalter einen radikalen Schnitt machen“, erklärt die Kölner Psychotherapeutin Uschi Gersch. Dem Bruch gehe jedoch immer ein langer, schleichender Prozess voraus. Eine Zeit, in der Kind und Eltern oftmals nicht merken, wie sie immer wieder aneinander vorbeireden und die Konflikte stetig wachsen. „Doch das muss nichts mit mangelnder Liebe zu tun haben“, sagt Uschi Gersch. „Man versteht sich einfach nicht.“
Bei den Schneiders hat alles angefangen, als Martin 18 Jahre geworden war. „Bis dahin hatten wir ein tolles Verhältnis“, sagt Peter Schneider. „Doch plötzlich ließ er sich von uns nichts mehr sagen, ging bei jedem kleinen Streit hoch wie eine Rakete.“ Ein Jahr vor dem Abitur brach der Sohn die Schule ab. Ein Schritt, den die Eltern bis heute nicht verstehen können. „Er war immer ein guter Schüler“, sagt Monika Schneider. Sie haben diese Monate und Jahre, in denen sich die Situation zuspitzte, tausendfach in ihren Köpfen durchgespielt. Es hat sie zermürbt, ihnen den Schlaf geraubt. Sie sind es leid, sich ständig Vorwürfe zu machen. „Wir können das Wort ‚Schuld’ nicht mehr hören“, sagt Monika Schneider.
„Es gibt auch misshandelte Eltern“
Diese Mischung aus Ohnmacht und Trotz ist auch bei den anderen Eltern der Gruppe zu spüren. Anna und Jürgen Schmidt haben ihre Tochter schon seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Erst kürzlich haben sie sich ein Herz gefasst und sind nach Lüneburg gefahren, wo sie studiert. Die Tochter hat sie einfach auf der Straße stehen lassen. „Wir kamen uns wie Bittsteller vor“, sagt Anna Schmidt. „Das war furchtbar demütigend.“ Auf der vierstündigen Rückfahrt nach Hause mussten sie immer wieder anhalten, weil sie nicht mehr weiterfahren konnten. „Es gibt nicht nur misshandelte Kinder, sondern auch misshandelte Eltern“, sagt Monika Schneider.
Die Eltern in der Hildener Selbsthilfegruppe versuchen, sich gegenseitig abzulenken so gut es geht. Gehen gemeinsam essen, wandern oder ins Theater. „Es ist wichtig, dass die Eltern nach Alternativen suchen für ein Leben ohne Kind“, sagt Therapeutin Gersch. „Das kann beide Seiten entlasten und wieder Raum für eine langsame Annährung schaffen.“ Die könne jedoch Jahre dauern.
Angst vor dem Wiedersehen
Einige Eltern aus Hilden haben inzwischen wieder Kontakt zu ihren Kindern. Es ist ein vorsichtiges Herantasten, immer mit der Furcht, ein falsches Wort könnte das Band wieder zerreißen. „Viele Eltern haben die Erfahrung gemacht, dass das Verhältnis dann völlig anders ist als früher“, sagt Peter Schneider. „Nicht mehr diese enge Eltern-Kind-Beziehung, sondern eher eine Freundschaft.“
Monika Schneider stellt sich oft vor, dass es plötzlich klingelt und ihr Sohn vor der Tür steht. Sie weiß nicht, wie sie sich dann verhalten soll. Kann sie ihn sofort wieder in den Arm nehmen. Oder soll sie erst Distanz wahren, ihn einfach nur fragen, wie es ihm geht. Sie hat große Angst vor diesem Augenblick, diesem ersten Wiedersehen. Und doch gibt es nichts, was sie sich mehr wünscht. _________________ Wenn Du wissen willst wer Du bist, dann frag nicht andere, sondern dich selbst
Es ist besser für etwas gehasst zu werden, was man ist, als für etwas geliebt zu werden, was man nicht ist
Falsche Erinnerungen. Meine Erfahrung: http://www.induzierte-erinnerungen.com/viewtopic.php?t=87 |
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Jenny Doe Admin
Anmeldedatum: 29.11.2006 Beiträge: 6092
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Verfasst am: 24.02.2010, 07:21 Titel: |
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DIE Homepage für verlassene, verstoßene Eltern
http://www.verlassene-eltern.de/
| Zitat: | (...)
Dieses Portal ist ein Forum für alle Eltern, die, für sie vollkommen unverständlich, in nicht nachvollziehbarer Art von Ihren Kindern verlassen bzw. regulär verstoßen wurden und auch darunter leiden, dass die Kinder fast immer jeglichen Kontakt zu ihnen ablehnen.
(...) |
_________________ Wenn Du wissen willst wer Du bist, dann frag nicht andere, sondern dich selbst
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Falsche Erinnerungen. Meine Erfahrung: http://www.induzierte-erinnerungen.com/viewtopic.php?t=87 |
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